Informationen für interessierte Privatvermieter aus München und Umgebung

 

Dürfen Sie Ihre Unterkunft ganz oder nur teilweise vermieten?

  • Als Mieter einer Wohnung sollten Sie in jedem Fall eine Untervermietung mit Ihrem Vermieter vorher abstimmen.
  • Seit dem 15.12.2017 ist das neue überarbeitete Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum in Kraft getreten. Es gilt nur für das Stadtgebiet München, nicht für angrenzende, umliegende Gemeinden, wie z.B. Dornach, Haar, Riem, Vaterstetten, Grünwald, etc. Danach ist Folgendes erlaubt:
    • die Teilvermietung, z.B. einzelne Zimmer einer eigengenutzten Woh­nung, solange die vermietete Fläche nicht mehr als 50 % der gesamten Wohnfläche ausmacht, wobei die vom Gast mitgenutzten Nebenräume, wie z.B. Küche, Bad, Flur, etc. anteilig angerechnet werden.
    • die kurzfristige Vermietung einer sonst selbst genutzten, kompletten Wohnung/Haus beispielsweise während des eigenen Urlaubs oder zur Wiesenzeit, etc. bis zu 8 Wochen im Kalenderjahr – auch auf mehrere kürzere Zeiträume verteilt.
    • die Überlassung der eigenen Wohnung an Freunde und Bekannte gegen eine nicht vorgeschriebene Aufwandsentschädigung.
  • Es liegt kein Leerstand im Rahmen der Zweckentfremdung vor, wenn eine als Zweitwohnung genutzte Wohnung bei Abwesenheit des Nutzers leer steht.
  • Das für Berlin geltende Recht, eine Zweitwohnung zwischenzeitlich an Touristen vermieten zu können, gilt nicht für München.
  • Nicht erlaubt ist, eine eigenständige, komplette Unterkunft (Appartement/Wohnung/Haus) bei einer jeweiligen kurzfristigen Vermietungsdauer von weniger als 3 Monaten an ständig wechselnde Touristen zu vermieten. Dies wird be­gründet in einem Beschluss des Münchner Sozialausschusses vom 30.01.14, wonach ein Aufenthalt von mehr als 3 Monaten als Wohnnut­zung zu klassifizieren ist. Nach Auffassung der Stadt München ist aber erst ab 6 Monaten von einer erlaubten Langzeitvermietung auszugehen – der Zwischenraum obliegt jeweils der konkreten Einzelfallprüfung.

Es ist bedauerlich, dass es zurzeit diesbezüglich keine eindeutigen Aussagen seitens der Stadt gibt! So bleibt auch in Zukunft einiges unklar und für weitere Interpretatio­nen offen.

Das Online-Portal „Checkin“ ist in seiner Vermittlerfunktion auf An­frage der Stadt auskunftspflichtig.

Offiziell beauftragte Personen dürfen zu angemessener Tageszeit Wohnun­gen/Wohnräume betreten.

Das Anbieten einer Privatunterkunft, z. B. über ein Online-Portal, ist grundsätzlich erlaubt. Somit ist es zumindest möglich, für den Zeitraum von 8 Wochen/Jahr seinen Wohnraum anzubieten.

Weitere Informationen sind unter www.muenchen.de, Suchbegriff: „Zweckentfremdung“ zu erfahren. Zuständig ist die Landeshauptstadt München, Sozialrefe­rat/ Bestandssiche­rung, Amt für Wohnen und Migration, Abteilung Wohnraumerhalt, Welfenstr.22, 81541 München, Tel.: 089/233-0.

 

Welche Voraussetzungen sollten Vermieter und ihre Unterkunft für die Vermietung erfüllen?

  • Sie sollten gastfreundlich und fremden Menschen gegenüber aufge­schlossen sein, damit sich Ihre Gäste bei Ihnen wohlfühlen können und Sie Ihre Erfahrungen mit ihnen als Bereicherung und nicht als Belastung empfinden.
  • Ihre Unterkunft sollte sauber und gepflegt sein und über ein Bad oder eine Badmitbenutzung verfügen. Auch eine Küche oder deren Mitbenutzung wird oft nachgefragt; Bettwäsche und Handtücher sind obligatorisch. Ein Fernseher und auch der Internet-Zugang/WLAN sind heute schon fast Standard.

 

Was sollten Sie über Ihre Gäste wissen?

  • Wir sind bemüht, Ihnen seriöse Gäste zu vermitteln und informieren Sie, soweit wie möglich, über alles, was wir über den Gast, seine Nationalität und seinen Reisegrund erfahren können.
  • Bei der Aufnahme in unsere Datenbank haben Sie nicht nur die Möglich­keit, selber zu entscheiden, welche Nationalitäten Sie aufnehmen wollen – wir achten z.B. auch darauf, dass die Fremdsprachenkenntnisse zwischen Gast und Gastgeber übereinstimmen oder Sie nur weibliche oder männliche Gäste vermittelt haben wollen.
  • Da wir seit 2002 als Agentur tätig sind, haben wir bereits recht viele uns vertraute Stammgäste, wie Handwerksfirmen und Monteure, Messebe­sucher, Geschäftsreisende und ganz normale Besucher unserer Stadt, die immer wieder erneut unseren Service schätzen und in Anspruch nehmen.
  • Natürlich bestimmen Sie die Rahmenbedingungen Ihrer Vermietertätig­keit, z.B. wie viele Personen maximal übernachten dürfen, ob Kinder er­laubt sind und in welchem Alter – und ob auch Hunde gern gesehen sind.

 

Welche Miete können Sie erwarten?

  • Die Miete sollte zur Lage und Ausstattung passen; sie ist natürlich abhän­gig von der Anzahl der Gäste und der Mietdauer.
  • Zu gewissen Zeiten, wie z.B. dem Oktoberfest oder ausgewählten Mes­sen, etc. können auch erhöhte Mieten verlangt werden. Angebot und Nachfrage regelt das Geschäft.
  • Es ist empfehlenswert, zu Beginn Ihrer Vermietertätigkeit einen modera­ten Mietpreis anzusetzen, um die Nachfrage zu testen.
  • Auf Grund unserer langjährigen und regionalen Erfahrung beraten wir Sie gern, um die optimale Miete zu ermitteln.

 

Wer zahlt die Provision für die Vermittlung durch die Agentur?

  • Für unseren Aufwand berechnen wir eine Provision, die z.B. durch die Pflege unseres Online-Portals, die Unterstützung unserer Gastgeber bei der Profilerstellung ihrer Unterkunft, die Korrespondenz zwischen Agen­tur, Gastgeber und Gast, die Werbung, etc. begründet ist.
  • Bei kurzzeitigen Vermietungen bis zu einem Monat erhalten wir unsere Vermittlungsprovision direkt vom Gast.
  • Bei Vermietungen ab einem Monat/Langzeitvermietungen greift das Bestellerprinzip nach §1, Absatz 3 des Wohnungsvermittlungsgesetzes; dem Mieter wird eine provisionsfreie Unterkunft angeboten, dem Gast­geber eine Innenprovision berechnet, die nach Rechnungsstellung an die Agentur zu zahlen ist und steuerlich als Werbungskosten geltend ge­macht werden kann. Auf Grund der Ausnahmeregelung bei der Miet­preisbremse für möblierte Immobilien, bzw. Immobilien mit befristeten Mietverträgen, können diese Kosten in die vom Mieter zu zahlende Ge­samtmiete eingepreist werden.

 

Was ist im Wesentlichen steuerlich zu beachten?

Die Vermietung von Unterkünften ist keine gewerbliche Tätigkeit, so­lange die Art und Weise derselben nicht mit der eines Hotels oder einer Pension vergleichbar ist – sie wird in der Regel der gewerbesteuerfreien Vermögensverwaltung zugeordnet.

  • Mieteinnahmen sind Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung und als solche zu versteuern.
  • Von der Mehrwertsteuerpflicht sind sogenannte Kleinunternehmer – bis zu 17.500 € Umsatz jährlich – befreit. Unterhalb dieser Umsatzgrenze müssen von der Miete also keine 7 % abgeführt werden.

Wir sind nicht befugt, steuerlich zu beraten. Die vorstehenden Hinweise erfolgen daher ohne Gewähr und Übernahme einer Haftung. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Steuerbera­ter.

 

Sonstiges

Bundesmeldegesetz – Mitwirkungspflicht für Vermieter

  • Bei Vermietungen an Gäste aus dem Inland von weniger als 6 Monaten und Gästen aus dem Ausland von weniger als 3 Monaten entfällt die Mel­depflicht.
  • Bei längeren Aufenthalten ist der Vermieter verpflichtet, bei der An- und Abmeldung des Mieters aktiv mitzuwirken, indem er eine Bescheinigung für die Meldebehörde ausstellen und unterschreiben muss.

 

Energieausweis

  • Seit dem 1.Mai 2014 gilt die neue Energiesparverordnung/EnEV2014. In den meisten Fällen ist der hierin geforderte verbrauchsbasierte Energie­ausweis ausreichend. Er bezieht sich immer auf das ganze Gebäude und ist bei der Hausverwaltung erhältlich oder kann im Internet beantragt wer­den – Googlesuche nach „Energieausweis erstellen“.
  • Solange keine Besichtigung erfolgt, muss der Vermieter erst auf Verlan­gen des Mieters den Energieausweis vorlegen.

 

Anbieterkennzeichnungspflicht

Die Anbieterkennzeichnung nach § 5a Abs. 3 UWG besagt, dass die Agentur Che­ckin die Adresse und den Namen des Vermieters, für den ein Vertrag ge­schlossen wird, ausdrücklich benennen muss. Dieser Verpflichtung muss noch nicht während der Bewerbungsphase nachgekommen werden, spä­testens aber dann bei der verbindlichen Bestätigung der Zimmerreservierung oder Zimmer­anmietung, damit der Kunde weiß, mit wem er tatsächlich einen Vertrag abge­schlossen hat.

Stand: Dezember 2017

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Informationen übernehmen wir/Checkin-Zimmerservice keine Garantie. Bei steuerlichen und rechtlichen Fragestellungen sollte immer professioneller Rat ein­geholt werden. Eventuell erforderliche behördliche Genehmigungen bezüglich der Aufnahme von Gäs­ten hat der Gastgeber auf eigene Kosten zu prüfen und ggf. zu beantragen sowie die Einhaltung ent­sprechender Vorschriften sicherzustellen. Die Agentur haftet nicht für die Eignung und Beschaf­fenheit der vom Gastgeber zur Verfügung gestellten Unterkunftsmöglichkeit.